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Content:
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Schwellungen Fettabsaugung Fettverteilungsstörung Orangenhaut Laserlipolyse operative Lymphologie Cellulitis Reiterhosensyndrom LYMPHOLOGIE LIPÖDEM-OP & LIPOSUKTION INFORMATIONEN ZUR

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EIN LEICHTERES LEBEN. Editorial - Herzlich willkommen und gute Besserung (K)EIN GANZ NEUES, ABER ZUMINDEST

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Als eine der wenigen (Praxis-)Kliniken in Deutschland bietet die Praxisklinik am Flüsschen die operative Behandlung von Lipödemen und sekundären Lymphödemen an. Neben den klassischen konservativen Therapiemöglichkeiten möchten wir unseren Patienten neue und erfolgversprechende Optionen für die Heilung (Lipödem) bzw. zumindest für die Reduktion (sekundäres Lymphödem) ihres Krankheitsbildes aufzeigen. Mit den angebotenen Lipödem- und Lymphödem-Therapien bieten wir unseren Patienten eine deutliche Minderung der Beschwerden und dadurch eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass Sie VOR der Behandlung bestens informiert und umfassend aufgeklärt sind. Darum haben wir für Sie in der vorliegenden Broschüre alle wichtigen Informationen insbesondere zur operativen Behandlung von Lipödemen zusammengestellt. Da eine Operation im wahrsten Sinne des Wortes oftmals ein "einschneidendes" Ereignis ist, bietet Ihnen unsere Broschüre genügend Raum für Ihre Fragen, Wünsche und Anmerkungen. Notieren Sie bitte alles, was Sie in irgendeiner Weise bewegt! Sollten Sie sich nach der Lektüre für eine Liposuktion entscheiden, besprechen wir zunächst in einem ausführlichen Vorgespräch gemeinsam Ihre Wünsche, Vorstellungen und individuellen Voraussetzungen und gehen nochmals detailliert den Ablauf der Fettabsaugung durch. Wir haben gerne und stets ein offenes Ohr für Sie und möchten, dass Sie sich in unserer Praxisklinik nicht nur gut aufgehoben fühlen, sondern auch rundum zufrieden sind. Darum möchten wir Sie dazu ermuntern, dieses Vorgespräch aktiv mitzugestalten - mit Ihren Notizen und dem ausgefüllten, beigelegten Patientenfragebogen! HERZLICH WILLKOMMEN UND GUTE BESSERUNG! Dr. med. Karl-Hermann Klein Dr. med. Anke Nölling Dr. med. Claudia Sickelmann und das Team der Praxisklinik am Flüsschen www.praxisklinik-burbach.de Editorial - Herzlich willkommen und gute Besserung

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VERZEICHNIS LIPÖDEM Seite 06 URSACHEN UND ENTSTEHUNG BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN Seite 06 bis 07 Seite 07 Seite 08 Seite 08 bis 09 > Konservative Therapie: Manuelle Lymphdrainage > Gesundheitswoche im Therapiezentrum am Flüsschen > Operative Therapie: Liposuktion > Laserlipolyse als Ergänzung zur Lipödem-OP LIPOSUKTION Seite 09 Seite 10 Seite 11 Seite 11 > Was ist eine Liposuktion? > Wie wird der Eingriff durchgeführt? > Das Resultat > Nach dem Eingriff INHALTS- WICHTIGE INFORMATIONEN Seite 13 Seite 15 Seite 16 bis 17 Seite 19 Seite 20 bis 22 AUFKLÄRUNG & WICHTIGE INFORMATIONEN ÜBER DIE FETTABSAUGUNG (LIPOSUKTION) IN TUMESZENZ-LOKALANÄSTHESIE > Gut vorbereitet > Ablauf der Operation > Die Zeit nach der Operation > Mögliche Komplikationen WISSENSWERTES Seite 23 Seite 25 KOSTENAUFSTELLUNG UND FINANZIERUNG BITTE NICHT VERGESSEN > Alles, woran Sie denken sollten (Checkliste) Seite 27 EIN STARKES TEAM Inhaltsverzeichnis

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LIPÖDEM URSACHEN UND ENTSTEHUNG Ein Lipödem ist eine unproportionale Fettansammlung bzw. Fettgewebevermehrung (umgangssprachlich bekannt als Reiterhosensyndrom) und meint eine fortschreitende Häufung und krankhafte Veränderung des Fettgewebes vor allem an Oberarmen, Hüften und Oberschenkeln, in selteneren Ausprägungen auch an Unterarmen, Unterschenkeln und im Nacken. Lipödeme werden oft verkannt und mit Übergewicht verwechselt - untrügliches Zeichen sind jedoch die unproportionalen Fettablagerungen an den genannten Stellen bei gleichzeitig schlanken Händen und Füßen. Lipödeme sind genetisch und wahrscheinlich auch hormonell bedingt und treten vorwiegend nach Pubertät, Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf - daher sind auch fast ausschließlich Frauen betroffen. Zu ästhetisch und kosmetisch störenden Aspekten wie unebener Hautoberfläche (Orangenhaut, Matratzenphänomen) Bei uns sind Sie in den besten Händen: Als eine der wenigen (Praxis-)Kliniken in Deutschland bietet die Praxisklinik am und Umfangsvermehrung (bis hin zu Fettlappen) kommen medizinisch releDie Behandlung von Ödemen gehört in das Fachgebiet der Lymphologie, das zum Leistungsspektrum der Praxisklinik am Flüsschen zählt. Während konservative Therapiemethoden in frühen Krankheitsstadien sowie unterstützend nach einer OP greifen, ist die operative Behandlung zumindest beim Lipödem die einzige Behandlungsoption mit Heilungschance. Im Zentrum der konservativen, also nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten lymphologischer Erkrankungen steht die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE). Wichtigstes KOSERVATIVE THERAPIE: MANUELLE LYMPHDRAINAGE vante Symptome wie die Neigung zu blauen Flecken (Hämatome) und gestörte Kapillarfunktion, d. h. die kleinen, haarfeinen und weit verzweigten Blutund Lymphgefäße, die den Blut- und Flüssigkeitstransport in die und aus den Gewebezellen ermöglichen, arbeiten nicht mehr richtig. Der damit einhergehende Lymphstau im Gewebe führt zu hoher Druckschmerzempfindlichkeit. Schon eine leichte Berührung der Haut kann stark schmerzhaft sein. BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN Flüsschen die operative Behandlung von Lipödemen und sekundären Lymphödemen an. Mit unserer Spezialisierung auf ambulante Gefäßchirurgie und Phlebologie (Venenheilkunde) sowie der langjährigen Expertise der behandelnden Fachärzte bieten wir Ihnen höchste medizinische Qualität und innovative Behandlungsmethoden zur konservativen und ambulant-operativen Versorgung von lymphologischen und phlebologischen Erkrankungen. Vor dem Hintergrund individuell optimaler Behandlungsformen setzen wir dabei nicht nur auf einen hohen wissenschaftlichen Standard, sondern insbesondere auf innovative und schonende Verfahren, um die krankheitsbedingten Ausfallzeiten unserer Patienten auf ein Minimum begrenzen zu können. Lipödem - Ursachen und Entstehung, Behandlungsmöglichkeiten

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Element dieser Therapie ist die manuelle Lymphdrainage (MLD), eine spezielle Massagetechnik zur Steigerung der Transportfähigkeit des Lymphgewebes. Da die Entstauung nur dann erfolgreich ist, wenn der erneute Lymphrückfluss aufgehalten werden kann, erfolgt die MLD in Kombination mit Kompressionsbandagen bzw. später mit Kompressionsstrümpfen/-hosen für Beine und Arme. Regelmäßige entstauende krankengymnastische Übungen können die Behandlung ergänzen. In der frühen Behandlungsphase (sogenannte Entstauungsphase) erfolgt die KPE täglich, danach (Erhaltungsphase) wöchentlich und dauerhaft regelmäßig, denn leider kann eine Ödemneigung nicht komplett "wegoperiert" werden. Die Entstauungsbehandlung sorgt für deutlich nachlassende Spannungs- und Druckschmerzen und beim Lymphödem auch für deutliche Volumenreduktion. Das Volumen der betroffenen Extremitäten ändert sich durch die konservative Behandlung beim Lipödem allerdings nicht. GESUNDHEITSWOCHE IM THERAPIEZENTRUM AM FLÜSSCHEN Bedingt durch Reformen im Gesundheitswesen kommt es immer mehr zu Einsparungen im Bereich der Heilmittel, sowohl bei stationären Rehamaßnahmen als auch bei ambulanten Verordnungen von manueller Lymphdrainage. Stationäre Rehamaßnahmen werden in vielen Fällen nur alle vier Jahre genehmigt, in der ambulanten Behandlung regeln die neuen Heilmittelrichtlinien (HMR seit 01.07.2011 gültig) die Verordnungsmöglichkeiten Ihres behandelnden Arztes. Hiernach muss spätestens nach Verordnung der für das Krankheitsbild vorgeschriebenen HöchstverordIm Rahmen dieser Gesundheitswoche erwarten Sie eine täglich durchgeführnungsmenge eine Therapiepause von zwölf Wochen eingelegt werden. Um in dieser Zeit einer Verschlechterung des Krankheitsbildes entgegen zu wirken oder insgesamt einer Verschlechterung vorzubeugen, bieten wir Ihnen eine Gesundheitswoche in unserem Therapiezentrum an. Es handelt sich hierbei nicht um eine stationäre Behandlung in einer Klinik, sondern vielmehr um eine entspannende Woche in einem schönen Ambiente, im Rahmen derer wir uns intensiv um die Entstauung Ihrer Beine kümmern. INFORMATIONEN Nähere Informationen zu aktuellen Terminen und einen genauen Ablauf der Woche finden Sie auf unserer Homepage www.praxisklinik-burbach.de. te manuelle Ganzkörperlymphdrainage von 45 Minuten, intermittierende apparative Kompressionstherapie mit Lympha-Press, lymphologische Kompressionsbandagierung, Lymphatic Walking, Lymphgymnastik Erkrankung. sowie interessante Informationen und Vorträge zu Ihrer Lipödem - Gesundheitswoche im Therapiezentrum am Flüsschen

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LIPOSUKTION OPERATIVE THERAPIE: LIPOSUKTION Die operative Therapie bei Lipödemen zielt auf die Entfernung des umfangvermehrenden Gewebes - der Lymphfluss wird dadurch verbessert und ästhetische Proportionen zwischen betroffenen und nicht betroffenen Körperarealen wieder hergestellt. Die postoperativen Ergebnisse - schlanke(re) Extremität und geringere bzw. beseitigte Ödemneigung - Neue Operationsmethoden garantieren dabei nicht nur medizinisch schonende, sondern auch kosmetisch ansprechende Ergebnisse. Während Fettabsaugungen (Liposuktionen oder Liposculpturen) früher aufgrund der angewendeten Opesind zumindest beim Lipödem dauerhaft. rationsmethode und ihrer Neben- und Nachwirkungen einer großflächigen Radikalkur unter Vollnarkose glichen, sind die heutigen operativen Möglichkeiten zur Beseitigung von Fettablagerungen ungefährlich, komplikationsarm und vor allem sehr schonend zum umliegenden Gewebe, da Nerven, Blut- und Lymphgefäße unversehrt bleiben. Abbildung links: Liposuktionseinheit zur Vibrationsliposuktion. LASERLIPOLYSE 1470 nm Diodenlaser Ceralas E (Biolitec) Die Laserlipolyse ("Fettauflösung" per Laser) ist eine ebenso schonende wie effektive Methode zur Behandlung eher kleiner oder ästhetisch riskanter Areale (z. B. Brust beim Mann oder Doppelkinn), eignet sich aber auch sehr gut als Ergänzung zur Lipödem-OP. Mit der Laserlipolyse können selbst feste Fettverdickungen aufgelöst werden, die sonst nur mit komplizierten Eingriffen behandelt werden können. Unter Lokalanästhesie werden dem Patienten kleine Hautschnitte gesetzt, durch die die Lasersonde direkt in das Fettgewebe eingeführt wird. Die dort in Wärme umgewandelte Laserenergie lässt das Fett sprichwörtlich schmelzen und löst es schonend auf. Lipödem - Operative Therapie: Liposuktion

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WAS IST EINE LIPOSUKTION? Die Liposuktion (Fettabsaugung) ist wohl die einzige geeignete Methode, um lipödembedingte Fettpolster (z. B. "Reiterhose") dauerhaft zu entfernen. Eine Liposuktion ersetzt zwar keine Diät, vermag aber Zonen zu behandeln, die durch eine Diät und gezieltes Training nicht beeinflusst werden konnten. Mit Hilfe der Fettabsaugung gelingt es, die Form und Silhouette bestimmter Körperregionen zu modellieren. Obwohl es sich bei dieser Operation um eine relativ neue Methode in der plastischen und kosmetischen Chirurgie handelt, sind bereits viele Fortschritte und Verbesse- rungen der Methode der Liposuktion erzielt worden. Obwohl eine Liposuktion oft zu sehr guten Ergebnissen mit eindeutig verbesserter Figur führt, ist es nicht realistisch, sich die Traumfigur und Gewebekonsistenz eines Teenagers zu erhoffen. Die ungeliebte Cellulite (Orangenhaut) wird durch die Fettabsaugung jedoch teilweise beseitigt oder deutlich verringert. Zur Straffung eher kleiner oder ästhetisch riskanter Areale sowie zur Straffung des Unterhautbindegewebes kann die Laserlipolyse ("Fettauflösung" per Laser, siehe Infokasten unten) ergänzend zur Liposuktion eingesetzt werden. Bei einem Lipödem steht die Beschwerdereduktion im Vordergrund der Behandlung. Das bedeutet: Erstes Ziel der Operation ist eine Linderung oder sogar Heilung der Beschwerden, die die Erkrankung verursacht. Natürlich wird hierbei auch wieder eine normalere Körperproportion geschaffen. Die innovative Lasertechnik geht sogar noch einen Schritt weiter, da sie gleichzeitig das Unterhautbindegewebe strafft: Die partiellen Lichtimpulse des Lasers bewirken ein Zusammenziehen des - in diesem Falle sehr gedehnten - Bindegewebes, was die Haut wiederum zur Neubildung von Kollagen, also zur Produktion von neuen, straffen Bindegewebsfasern, anregt. Je nach Größe des behandelten Areals verbleibt das gelöste Fett entweder an Ort und Stelle und wird über körpereigene Prozesse vollständig abgebaut (resorbiert). Bei größeren Bereichen kombinieren wir die Laserlipolyse mit der Vibrationsliposuktion (Fettabsaugung). Wirkungsvoll und zugleich schonend - die Laserlipolyse bietet einige Vorteile, die sowohl Behandler als auch Patienten zu schätzen wissen: Weniger Schmerzen, eine schnellere Heilung und kürzere Ausfallzeiten beispielsweise im Beruf oder beim Sport. Da der Eingriff unter Lokalanästhesie erfolgt, kann der Patient während der Laserbehandlung stehen. Auf diese Weise können Fettdepots und "Dellen" entfernt werden, die im Liegen nicht sichtbar sind, weshalb sich die Laserlipolyse auch sehr gut zur Behandlung von Cellulite eignet. Die Straffung des Unterhautbindegewebes ist ein angenehmer Nebeneffekt der Behandlung. Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass sich die Laserlipolyse nicht zu einer allgemeinen Gewichtsreduktion eignet, sondern lediglich zur kosmetischen Korrektur kleinerer Problemzonen genutzt werden kann. Da die Resorption, also der Abbau des aufgelösten Fettgewebes, und die Kollagenneubildung im Unterhautgewebe einige Zeit beanspruchen, ist das Endergebnis der Behandlung erst nach sechs bis zwölf Monaten erkennbar. Durch die Kollagenneubildung und Straffung bessert sich eine Cellulite deutlich oder verschwindet sogar ganz. Lipödem - Operative Therapie: Liposuktion

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WIE WIRD DER EINGRIFF DURCHGEFÜHRT? Die örtliche Betäubung Die Operation erfolgt in TumeszenzLokalanästhesie (tumescere, lat.: aufblasen). Dazu werden große Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Medikamenten-Lösung in das Unterhautfettgewebe der zu operierenden Bereiche gespritzt. Diese Lösung wirkt nicht nur örtlich betäubend, sondern bereitet gleichermaßen die Fettzellen für die anschließende Absaugung vor. Der Lösung ist ein wenig Steroid beigemischt, um die entzündliche Reaktion des Gewebes und nachfolgende Schmerzen zu unterdrücken. Außerdem enthält die Lösung Epinephrin (AdreDie Fettabsaugung Bei der Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie wird nach Betäubung des Gewebes eine lange, stumpfe "Nadel" Gut zu wissen: Einmal abgesaugte Fettzellen werden nicht neu gebildet. Sie müssen also unbedingt gesund sein, wenn Sie operiert werden! Wir benötigen in aller Regel mehrere Liter dieser Lösung. Dies belastet den Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen und aufgrund des großen Flüssigkeitsvolumens auch den Kreislauf. nalin), das die Blutgefäße verengt, und Bicarbonat, welches ein schmerzfreies Infiltrieren der Lösung ermöglicht. in das Unterhautfettgewebe eingeführt und Fettgewebe mittels einer Vakuumpumpe abgesaugt. Die Hautschnitte, die hierzu angelegt werden müssen, sind nur ca. fünf mm lang und in den meisten Fällen nach wenigen Wochen kaum noch sichtbar. Trotz weniger kleiner Hautschnitte kann reichlich Fettgewebe dauerhaft entfernt werden. Darüber hinaus besteht bei dieser schonenden Methode der Fettabsaugung und durch die Verwendung von Vibrationskanülen nur eine geringe Gefahr der Verletzung von Nerven oder größeren Blutgefäßen.

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DAS RESULTAT Und weil die Nachricht für viele so gut ist, wiederholen wir es gern: Abgesaugte Fettzellen können nicht mehr nachwachsen oder neu gebildet werden. Die Körperform, die durch die Fettabsaugung erzielt wird, ist also beständig. Bei späterer Gewichtszu- oder -abnahme wird sich die "neue" Körperform daher proportional verändern, ohne dass z. B. wieder eine "Reiterhose" entsteht, die zuvor abgesaugt wurde. Probleme können jedoch bei erneuter stärkerer Gewichtszunahme entstehen, da dann die Körperform unsymmetrisch werden kann. Infolge der Fettabsaugung verändert sich auch der Hautzustand in der operierten Körperregion und zwar so, als habe man durch eine besondere Diät genau an dieser Stelle abgenommen. Bei der Fettabsaugung werden mit einer stumpfen Nadel viele Tunnel ins Fettgewebe gearbeitet, die sich während der Heilungsphase nach der Operation zusammenziehen, schrumpfen und so die Haut mit dem Muskelgewebe zusammenziehen. Um eine glatte Hautoberfläche zu erhalten, werden die Tunnel so angelegt, dass sie nach Möglichkeit von einer dünnen Fettschicht bedeckt bleiben. Das endgültige postoperative Ergebnis kann erst nach drei bis vier Monaten, in einigen Fällen nach sechs und mehr Monaten, beurteilt werden. Auf keinen Fall ist es aber möglich, die gesamte Lokalanästhesie-Medikamenten-Lösung noch während der OP wieder zu entfernen. Die nicht abgesaugte Restmenge scheiden Sie über die Niere aus. Da auch einige Flüssigkeit über die kleinen Wunden abläuft, bekommen Sie am OP-Tag einen Kompressionsverband mit Saugkompressen angelegt. NACH DEM EINGRIFF Sowohl das Ausmaß der Blutung während als auch die Schwellung nach der Operation werden durch die Tumeszenz-Lokalanästhesie enorm vermindert. Deshalb können die meisten Patienten bereits nach vier oder fünf Tagen wieder zur Arbeit gehen und nach einer Woche wieder leicht Sport treiben. Bei ca. 90 Prozent der Patienten kann direkt nach dem Eingriff eine gewisse Besserung der Körperform beobachtet werden, allerdings dauert es in der Regel zwei bis vier Wochen, bis Blutergüsse und Schwellungen zurückgehen. Daher muss für mehrere Wochen ein straffer Verband oder ein Kompressionsmieder getragen werden, um Schwellungen und Schmerzen Zusätzlich wird in der ersten postoperativen Phase eine intensive Entstauungsbehandlung mit manueller Lymphdrainage und apparativ intermittierender Kompressionstherapie durchgeführt, um die restlichen Flüssigkeitsmengen schneller aus dem Operationsgebiet auszuschwemmen. Bereits am ersten Tag nach der Operation wird mit der Entstauungsbehandlung Kompression ist der Schlüssel zum langfristigen Behandlungserfolg. entgegenzuwirken und um die Haut an die veränderte Körperkontur anzupassen. begonnen. In der ersten Woche nach der Operation vereinbaren Sie bitte tägliche Termine zur manuellen Lymphdrainage bei Ihrem Lymphtherapeuten. Ab der zweiten Woche werden nur noch ein bis drei pro Woche notwendig sein. Zusätzlich bieten wir Ihnen die Nutzung der apparativ intermittierenden Kompressionstherapie in unserer Praxisklinik an. Sie können die Geräte täglich nutzen. Für die erste Woche nach der Operation rezeptieren wir Ihnen eine Spritze zum Schutz vor Thrombose (niedermolekulares Heparin), sowie ein Antibiotikum zum Schutz vor einer Infektion, da bei der Absaugung eine verhältnismäßig große Wundfläche entsteht. Lipödem - Operative Therapie: Liposuktion

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INFOS Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, Sie möchten sich einer Fettabsaugung (Liposuktion, Fettgewebskonturierung) unterziehen. Dazu haben wir alle relevanten Informationen zur Liposuktion - was ist eine Fettverteilungsstörung, wie ist sie indiziert, wie kann sie behandelt werden, wie läuft die Operation ab und was ist im Vorfeld als auch nach der Operation zu beachten? - in der vorliegenden Broschüre zusammengetragen. Ferner werden (bzw. wurden) Sie in einem ausführlichen persönlichen Gespräch von uns eingehend über die Methode als solche, das operative Vorgehen, die typischen Risiken und Komplikationen sowie über das im Rahmen eines solchen Eingriffs zu erwartende Ergebnis unterrichtet. WICHTIGE Aufklärung über die Fettabsaugung (Liposuktion) in Tumeszenz-Lokalanästhesie Es ist uns sehr wichtig, Ihnen ausreichend Zeit und Möglichkeit zu geben, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Denn wir sind grundsätzlich der Meinung, dass eine ausführliche Beratung vor der Operation besser ist als nach der Operation etwaige Nebenwirkungen zu erklären. Ebenso wichtig ist es für Sie zu wissen, dass (und ggf. auch wie) man Nebenwirkungen oder Fehlheilungen korrigieren kann. Daher können wir nicht oft genug betonen: Patientinnen/Patienten schlicht mit operativen Maßnahmen nicht vereinbar. Wenn Ihre Wünsche von dem abweichen, was in dieser Aufklärung geschrieben steht und/oder Sie dies nicht klar formuliert sehen, bitten wir Sie, uns darauf hinzuweisen, damit wir dies ggf. noch einmal handschriftlich auf dem Aufklärungsbogen fixieren. Wir bitten Sie daher noch einmal: Es ist sehr wichtig, dass Ihre Wünsche durch eine gute Aufklärung mit dem deckungsgleich gebracht werden, was tatsächlich operativ erreichbar ist. Nicht selten sind die Wünsche von Bitte stellen Sie uns alle Fragen, die Sie hierzu in irgendeiner Weise bewegen, VOR der Operation - denn nur so können wir sicherstellen, dass Sie nach der Operation auch wirklich zufrieden sind! Wichtige Informationen zur Liposuktion

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GUT VORBEREITET. Um Ihre geplante Operation detailliert vorbereiten sowie Art und Menge der Narkose individuell bestimmen zu können, legen wir großen Wert auf ein ausführliches OP-Vorgespräch. Darin werden Sie unter anderem auch über frühere Erkrankungen befragt. Bitte teilen Sie alle wichtigen Vorerkrankungen, Operationen und evtl. Komplikationen, Medikamenteneinnahme und bekannte Allergien mit. Ihre Angaben hierzu sind besonders wichtig, um das Operationsrisiko so gering wie möglich zu halten. Der vorliegenden Broschüre haben wir einen entsprechenden Fragebogen beigelegt. Diesen füllen Sie bitte zu Hause in Ruhe und gewissenhaft aus und bringen ihn zum OP-Vorgespräch oder zum Untersuchungstermin mit. TIPP: Die Liposuktion erfolgt in der Regel unter Lokalanästhesie. Eine Analgosedierung, also die Verabreichung eines Beruhigungsmittels (Sedativum) zur Die Checkliste aus dieser Informationsbroschüre (Seite 25) heraustrennen und an einem für Sie gut sichtbaren, stets griffbereiten Ort deponieren. Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems in Kombination mit einem Schmerzmittel (Analgetikum), oder sogar eine Vollnarkose sind nicht zwingend notwendig, können aber in Absprache mit unserer Narkoseärztin durchgeführt werden. Ca. zwei Wochen vor dem geplanten Operationstermin lassen Sie bitte (z. B. bei Ihrem Hausarzt) eine Blutabnahme zur Bestimmung von kleinem Blutbild, PTT und Quick-Wert (Blutgerinnung) sowie die Bestimmung der Leberwerte und ein EKG vornehmen. Diese Untersuchungsbefunde müssen spätestens am Operationstag in unserer Praxisklinik vorliegen! Damit Sie nichts Wichtiges vergessen, haben wir Ihnen eine OP-Checkliste zusammengestellt. Beispiel einer Cellulitebehandlung. Foto oben: © James Steidl - fotolia.com, Foto rechts: © Anna Rassadnikova - fotolia.com Wichtige Informationen zur Liposuktion

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ABLAUF DER OP DIE ZEIT VOR DER OPERATION Eine begleitende Diät vor oder auch nach dem Eingriff kann in manchen Fällen sinnvoll sein. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind. Eine Reduzierung des Zigarettenkonsums bewirkt eine Verbesserung der Durchblutung und damit auch eine bessere Wundheilung. DER TAG DER OPERATION Am Operationstag sollten Sie nüchtern sein. Alkohol dürfen Sie nicht zu sich nehmen und auf gar keinen Fall vorher oder nachher rauchen! Vergessen Sie den Laborbefund der Blutuntersuchung nicht und teilen Sie uns bitte auch noch einmal mit, welche Medikamente Sie einnehmen oder in der Woche vor der Fettabsaugung eingenommen haben. Zunächst wird das Operationsfeld im Stehen angezeichnet. Noch einmal besprechen wir den Eingriff und Sie sollten möglichst viele Fragen stellen. Dann legen Sie sich auf den OP-Tisch. In der Regel wird Ihnen eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt, damit im Bedarfsfall Flüssigkeit abreicht können. Unsere Narkoseärztin wird Ihnen ein leichtes Beruhigungsmittel spritzen, damit Sie ein wenig die unvermeidliche Anspannung verlieren. Danach wird die Zur Überwachung bleiben Sie noch einige Zeit bei uns, bevor Sie nach Hause entlassen werden. Aufgrund der örtlichen Betäubung werden die betroffenen Hautareale noch einige Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachund werden Medikamente verNach Abschluss der Fettabsaugung werden die kleinen Hautschnitte offen gelassen, damit noch viel Restflüssigkeit ablaufen kann. Es wird ein sehr dicker Kompressionsverband angelegt, der die Restflüssigkeit aufsaugen soll. Trotzdem kommt es häufig dazu, dass noch Flüssigkeit aus dem Verband fließt. Wir empfehlen Ihnen daher, für die Nacht eine wasserundurchlässige Unterlage im Bett zu platzieren. Sie sollten zum Operationstermin pünktlich erscheinen. Es ist ratsam, sich am Operationstag bequem zu kleiden, da Sie durch die Tumeszenzlösung und die Kompressionsverbände zunächst etwas dicker sind als sonst. Da die große Menge an Tumeszenzlösung in den ersten 24 Stunden wieder als rosafarbene Flüssigkeit aus den Hautschnitten herausläuft, sollten Sie Kleidung tragen, die gut auswaschbar ist, am besten auch dunklere Farben. Bringen Sie bitte auch einen schwarzen Slip (zum Beispiel der Marke "Sloggy" o. ä.) mit, der im Hüftbereich gut nach oben gezogen werden kann. Wenn die Tumeszenzlösung eingespritzt ist, werden Sie in unseren Aufwachraum gebracht. Wir lassen die Lösung für etwa zwei Stunden einwirken, damit sie gut von den Fettzellen aufgenommen werden kann. Dann werden Sie erneut in den OP gebracht und die eigentliche Operation wird durchgeführt, in der Regel in einer leichten Vollnarkose. Tumeszenzlösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Das schmerzt entweder überhaupt nicht oder nur sehr wenig. Die unterspritzten Hautareale werden nach und nach taub. Sollte ein umschriebenes Gebiet nicht ganz taub sein, kann jederzeit etwas von der Tumeszenzlösung nachgespritzt werden. Ablauf der Operation

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Beachten Sie bitte auch die vorübergehende Einschränkung Ihrer Straßenverkehrstauglichkeit durch Betäubungs-, Schmerz- oder Beruhigungsmittel. Lassen Sie sich bitte deshalb abholen. Sie dürfen in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Am nächsten Tag können Sie bereits wieder selbst Auto fahren, sollten aber längere Strecken vermeiden bzw. jede Stunde anhalten, ein wenig umhergehen oder leichte Gymnastik treiben. Einige Patienten gehen bereits nach ein bis zwei Tagen wieder zur Arbeit, besser ist es allerdings, wenn Sie sich noch ein paar Tage Ruhe gönnen. lässt, können leichte Schmerzen oder Missempfindungen auftreten, die Sie im Bedarfsfall mit Paracetamol mindern können. Wegen der Gefahr von Nachblutungen sollten Sie kein Aspirin (Acetylsalicylsäure) einnehmen! Im Allgemeinen werden Sie sich jedoch nach der Operation fit und wohl fühlen. tion raten wir ab (Thrombosegefahr) und empfehlen Ihnen deshalb eine Übernachtung in einem nahegelegenen Hotel, welche wir gerne für Sie organisieren können. Für die Patienten, die nicht im Ort bleiben, ist es sicherlich vorteilhaft, nach der Operation eine Begleitung bei sich zu haben. Bitte nehmen Sie abends noch einmal Am Operationstag sollten Sie nach der Fettabsaugung viel trinken (Obstsäfte, Limonade, Mineralwasser, Kräutertee), aber keinen Alkohol. Das Abendessen sollte leicht sein. Sollten etwaige Probleme auftreten, melden Sie sich bitte bei uns. Am Tag der Operation empfehlen wir frühes Zubettgehen. Dennoch ist Bewegung sehr wichtig, da nur so die Tumeszenzlösung ablaufen kann. Gegen einen kleinen Spaziergang ist nichts einzuwenden. Eine zu starke körperliche Belastung sollten Sie jedoch in den ersten vier Wochen vermeiden! Duschen ist erlaubt. Trotzdem dürfen Sie unter keinen Umständen am Steuer eines Autos nach Hause oder ins Hotel fahren. Sie müssen sich entweder abholen lassen oder ein Taxi nehmen! Von längeren Autofahrten nach der Opera- telefonischen Kontakt mit uns auf. Wenn Ihre Unterbringung im benachbarten Hotel organisiert wurde, werden wir am Abend noch einmal nach Ihnen schauen. Ablauf der Operation

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NACH DER OP DIE ZEIT NACH DER OPERATION Am Tag nach der Operation müssen wir Sie wiedersehen! In unserer Praxisklinik wird noch im Verband eine 30- bis 45-minütige apparativ intermittierende Kompressionstherapie durchgeführt. Anschließend wird der Verband entfernt und Ihr Kompressionsmieder angelegt, welches Sie bitte an diesem Tag mitbringen. Die Kompressionshose hat den Zweck, das Unterhautfettgewebe zusammenzudrücken (ähnlich einem ausgedrückten Badeschwamm), damit sich in den schmalen Tunneln, die bei der Fettabsaugung entstehen, keine Flüssigkeit ansammelt. Für eine Woche nach der OP rezeptieren Die Kompressionshose soll mindestens einen Monat lang über Tag und Nacht getragen werden. Anschließend ist es ratsam und angenehm, die Hose noch weitere zwei bis drei Monate länger zu tragen. Da eine Verschmutzung der Kompressionshose unvermeidlich ist, sollten Sie wissen, dass sich diese am besten mit einem An dieser Stelle möchten wir noch einmal deutlich hervorheben, dass wir Dellen in aller Regel nicht zu verantworten wir Ihnen eine Spritze zum Schutz vor Thrombose (niedermolekulares Heparin), sowie ein Antibiotikum zum Schutz vor einer Infektion, da bei der Absaugung eine verhältnismäßig große Wundfläche entsteht. Nach einer Woche kann die Lymphdrainagefrequenz dann auf ein bis drei Behandlungen pro Woche gesenkt werden und in der Regel vier Wochen nach der OP beendet werden. Sehr entscheidend ist auch, dass Sie möglichst lange eine Kompression auf die behandelten Areale ausüben und dies nach Möglichkeit 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Denn eines der häufigsten Probleme bei Liposuktionen ist nicht, dass die Operation fehlerhaft durchgeführt wurde, sondern dass die Aufklärung nicht ausreichend ist und damit auch die Nachbehandlung nicht konsequent genug durchgeführt wurde. Feinwaschmittel waschen lässt. Tragepausen sollten so kurz wie möglich gehalten werden. In der ersten Woche nach der Absaugung sollten Sie täglich eine manuelle Lymphdrainagebehandlung von Ihrem Lymphtherapeuten durchführen lassen. Bitte sorgen Sie bereits im Vorfeld der Operation für entsprechende Termine. haben, sollten diese überhaupt auftreten. Möglicherweise heilt das Bindegewebe des Körpers ungleichmäßig ab. Auch Blutergüsse können ein Problem darstellen. Wir versuchen, diese Probleme durch unsere Vorgehensweise mit sehr viel Tumeszenzlösung, sehr feinen Kanülen und modernster Technik zu vermeiden. Doch trotz größter Sorgfalt und aller eingebrachten Erfahrungen sind derartige Begleiterscheinungen nicht immer vermeidbar. Sollte es nach der Fettabsaugung zu starken Schmerzen, Fieber, Blutungen oder Rötungen kommen, müssen Sie sich unverzüglich telefonisch mit uns in Verbindung setzen und/oder direkt zu uns in die Praxisklinik kommen! Die entsprechenden Telefonnummern werden Ihnen nach der Operation ausgehändigt. Nach der Operation

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MÖGLICHE KOMPLIKATIONEN. schlag und klingen in den meisten Fällen von selbst wieder ab. digung von Hautnerven. Innerhalb von wenigen Monaten kommt es im Normalfall zur vollständigen WiederherstelSEHR SELTEN: > In sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen im Bereich von Haut, Schleimhaut, Herz, Kreislauf, Nieren oder Nerven (z. B. Schleimhautschwel> Anschwellungen im Operationsgebiet bis zum dritten Tag nach der Fettabsaugung. Durch die körpereigenen Heilungsvorgänge und auch durch das Tragen des Kompressionsmieders nimmt diese Schwellneigung in den kommenden Wochen stetig ab. Allerdings können Schmerzen, Spannungszustände und leichte Schwellungen bisweilen auch über mehrere Monate NACH DER OPERATION > Innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Eingriff wird aus den Wunden meist noch vermehrt Flüssigkeit (vorwiegend Reste der Tumeszenzlösung) abgesondert. Eine Ansammlung von Gewebeflüssigkeit kann auch abpunktiert werden. HÄUFIG: > Blutergüsse, die sich meist innerhalb der folgenden drei bis vier Wochen von selbst zurückbilden. Sehr selten ist eine operative Entfernung notwendig. > Taubheitsgefühl im Operationsbereich infolge der unvermeidbaren Schä(bis zu einem halben Jahr) andauern. Die gelenknahen Körperregionen sind am stärksten betroffen (z. B. die Knieregion). lung im Kehlkopf, Asthma-Anfälle, Kreislaufkollaps oder Schock) kommen, die eine stationäre Behandlung erfordern. Sie können ggf. zu lebensbedrohenden Zwischenfällen und zu bleibenden Schäden durch mangelnde Organdurchblutung (z. B. Nierenversagen oder Nervenlähmung) führen. lung der Empfindlichkeit der Haut. Nur in Ausnahmefällen verbleibt ein leichtes Taubheitsgefühl. Kein ärztlicher Eingriff ist völlig frei von Risiken! Trotz größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten. Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen finden Sie nachfolgend aufgeführt. WÄHREND DER OPERATION > Kleinere und größere Einblutungen bilden sich nach zwei bis sechs Wochen von selbst zurück. Nur selten muss ein Bluterguss (Hämatom) operativ ausgeräumt werden. SELTEN: > Stärkere Blutungen, die meist sofort gestillt werden können. In extrem seltenen Fällen muss dann aber der Eingriff erweitert werden und das Blutgefäß unter Sicht unterbunden werden. Ein größerer Blutverlust, der die Übertragung von Blut- oder Blutbestandteilen erfordern kann, ist selten. Sehr selten kann es dadurch zu einer Übertragung von Infektionserregern, z. B. Hepatitis-Viren (mit der Folge einer Leberentzündung) oder extrem selten HIV (mit der Spätfolge AIDS) kommen. > Druckschäden an Nerven und Weichteilen infolge der erforderlichen Lagerung. Sie bilden sich meist innerhalb weniger Wochen zurück und hinterlassen nur selten bleibende Beschwerden (z. B. Taubheitsgefühl) oder Narben. > Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel, ebenso auf Medikamente zur Vorbereitung der Fettzellen für die Fettabsaugung. Sie äußern sich z. B. als Brechreiz, Juckreiz oder Hautaus- Mögliche Komplikationen

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GELEGENTLICH: > Nachblutungen auch mehrere Tage nach der Operation. Diese flächenhaften Einblutungen bilden sich in den folgenden drei bis vier Wochen selbständig zurück. In seltenen Fällen erfordern sie einen zweiten operativen Eingriff zur Blutstillung. SELTEN: > Größerer Blutverlust, so dass auch noch Tage nach der Operation eine Übertragung von Blut- oder Blutbestandteilen erforderlich werden kann. > Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen im Bereich der Wundränder. Durch Absterben von Gewebe kann es zur Ausbildung von breiten Narben kommen. Sind größere Hautregionen betroffen, muss ein Korrektureingriff zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses erfolgen. > Infektionen der Wunde; in der Folge können länger anhaltende und schmerzhafte Eiteransammlungen, Abszesse und Fisteln auftreten, die operativ behandelt werden müssen. Extrem selten kann es auch zu einer lebensgefährdenden Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Wir bitten unsere Patienten daher nach jeder größeren Fettabsaugung, ein Antibiotikum für die Dauer von einer Woche zum Schutz vor Infektionen einzunehmen. > Bildung von Blutgerinnseln (Thromben, Fettverklumpungen) evtl. mit nachfolgender Verschleppung des Gerinnsels und Verschluss eines Blutgefäßes (z. B. Lungenembolie, Fettembolien), die zu lebensbedrohlichen Zwischenfällen führen können und einer umgehenden ärztlichen Behandlung im Krankenhaus bedürfen. Das Risiko ist bei langer Bettlägerigkeit erhöht. > Störungen der Narbenbildung: Wenn die Narben unter Spannung stehen, können sie sich verbreitern. Gelegent- lich entstehen entsprechender Veranlagung dicke, wulstige, verfärbte und schmerzhafte Narben (Narbenwucherungen/Keloid) oder auch eine dauerhafte Gewebeverhärtung. Der operierende Arzt kann das Auftreten durch die Operationstechnik zwar beeinflussen, Probleme sind aber nie auszuschließen. > Konturunregelmäßigkeiten: Infolge innerer Narbenbildung kann es auch zu einer Einsenkung der Haut und des Unterhautgewebes im Operationsbereich kommen. Dieses führt zu einer einzelnen oder auch zu mehreren nebeneinander liegenden Einziehungen ("Wellblechmuster"). Hier muss eine Nachkorrektur erfolgen. SEHR SELTEN: > Größerer Verlust von Flüssigkeit, der die Gabe von Infusionen über eine Körpervene notwendig macht.

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ZU GUTER LETZT: DAS SOLLTEN SIE WISSEN. Folgende Komplikationen sind grundsätzlich möglich und können nicht gänzlich ausgeschlossen werden: > Dellen, Wellen und Konturunregelmäßigkeiten sind immer möglich, wenn auch sehr viel seltener als früher > Störung des Sauerstofftransportes > Ödem des Skrotums bzw. der Labien oder der Arme und Beine (Schwellung des Hodensacks bzw. der Schamlippen oder der Arme und Beine durch eingelagerte Flüssigkeit) > Infektionen > Bleibende Unregelmäßigkeiten im Hautrelief > Postoperative fokale subkutane pannikulitisähnliche Reaktionen (von einem Infektionsherd ausgehende Entzündung des Unterhautfettgewebes als Folge der Operation) > Bluterguss oder Flüssigkeitserguss > Allergische Reaktionen auf Begleitmedikation oder Klebeband > Persistierendes postoperatives Ödem (länger anhaltende Schwellung infolge von nach der Operation eingelagerter Flüssigkeit) > Patientenunzufriedenheit aufgrund unrealistischer Erwartungen > Übelkeit, nicht assoziiert mit anderen Schmerzmitteln > Kreislaufreaktion, Bewusstlosigkeit oder therapiebedürftige Herzrhythmusstörungen > Exzessive und andauernde postoperative Schmerzen > Postoperatives Fieber > Bleibende Hyper- und Hypopigmentierungen (Übermäßig starke Einlagerung bzw. verminderte Bildung des Pigments/Hautfarbstoffes Melanin) > Ausgedehnte Blutungen > Außergewöhnliche postoperative Schläfrigkeit/ Müdigkeit > Permanente Schädigung sensibler Nerven Schenken Sie keinem Operateur Ihr Vertrauen, der die oben aufgeführten Komplikationen ausschließt! Mögliche Komplikationen

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KOSTENAUFSTELLUNG UND FINANZIERUNG 4.900 EUR 3.900 EUR 3.900 EUR ca. 650 EUR KOSTEN LIPOSUKTION > OP der Beine (symmetrisch, beide Beine, Außenseite) > OP der Beine (symmetrisch, beide Beine, Innenseite) > OP der Arme (symmetrisch, komplett) Anästhesiekosten pro OP KOSTEN LASERLIPOLYSE IN TUMESZENZ-LOKALANÄSTHESIE > Knie-Innenseiten, Oberarme, kleine Reiterhosen > Die männliche Brust > Doppelkinn Zusätzlich individuelle Anästhesiekosten (wenn gewünscht) FINANZIERUNG ÜBER MEDIPAY MÖGLICH Um unseren Patienten die Möglichkeit zu geben, die Entscheidung zu einem lebensstandardverbessernden Eingriff einzig von medizinischen und zumindest weniger von finanziellen Erwägungen her zu treffen, bieten wir die Möglichkeit der Ratenzahlung. Da eine medizinische Einrichtung nicht als Kreditgeber fungieren darf, bieten wir den Service der Firma medipay an. Was ist medipay? Eine zinsgünstige und bequeme Ratenzahlungsmöglichkeit für die Selbstkostenanteile oder Privatrechnungen bei außervertraglichen, komfortmedizinischen Leistungen, also sowohl für gesetzlich als auch für privat versicherte Patienten. Möglich sind Laufzeiten von NACHWEIS VON KRANKHEITSKOSTEN Sie können die Behandlungskosten Ihres Lipödems, die Sie selber tragen müssen, als außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Hierzu ist ein Attest des Amtsarztes oder des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen erforderlich, das vor Beginn der Heilmaßnahme bzw. Behandlung eingeholt werden muss. Andernfalls ist ein Abzug der Aufwendungen für die Behandlung als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung nicht möglich. bis zu 72 Monaten. Zinsen bezahlt man allerdings erst, wenn die Ratenzahlung länger als sechs Monate andauert. Wer innerhalb von sechs Monaten die Raten abzahlt, erhält den Kredit zinsfrei. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten beträgt der Zinssatz 2,9 Prozent, bei 24 Monaten 6,9 Prozent und bei 36 Monaten 8,9 Prozent. Ab 48 Monate 9,9 Prozent. Die vorzeitige Tilgung ist jederzeit möglich. Wie funktioniert medipay? Im Anschluss an das Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik, bei dem der individuelle Behandlungspfad für Sie festgelegt wurde, erläutern Ihnen unsere Mitarbeiter gern das medipaySystem und händigen Ihnen einen medipay-Vorabantrag aus. Diesen füllen Sie aus und senden ihn direkt an die medipay-Partnerbank. medipay tritt dann mit Ihnen in Kontakt und übernimmt die gesamte Abwicklung und Korrespondenz. Unmittelbar nachdem die zu finanzierende Leistung erbracht wurde, erfolgt die Zahlung direkt an die Praxisklinik. In bequemen, monatlichen Teilbeträgen führen Sie die Summe dann zurück. Ihre medipay-Vorteile > zinsgünstige, bequeme Teilzahlung > schon ab 1.500 Euro nutzbar > vorzeitige Tilgung jederzeit möglich > Komplettabwicklung durch medipay ca. 1.300 EUR ca. 990 EUR ca. 620 EUR Kostenaufstellung und Finanzierung

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WORAN SIE DENKEN SOLLTEN CHECKLISTE ZUM VORGESPRÄCH BRINGEN SIE BITTE MIT: ausgefüllter Fragebogen (Patientenprofil, Vorerkrankungen, Vorgeschichte) ggf. Notizzettel mit Fragen und Anmerkungen zur geplanten Operation DARAN SOLLTEN SIE BIS ZUM OPERATIONSTERMIN DENKEN: Termin zur Blutabnahme vereinbaren (z. B. bei Ihrem Hausarzt). Ca. zwei Wochen vor dem OP-Termin müssen bestimmt werden: a) kleines Blutbild, PTT und Quick-Wert (Blutgerinnung) b) Leberwerte c) EKG Termine zur Lymphdrainage vereinbaren, damit diese nach der OP sofort wahrgenommen werden können: a) 1. Woche nach der OP: tägliche Lymphdrainage b) 2. - 4. Woche nach der OP: 1 - 3 Behandlungen pro Woche Kompressionshose im Sanitätshaus bestellen/abholen Begleitperson bestimmen, die nach der Operation die Fahrt ins Hotel bzw. nach Hause übernimmt ggf. Hotel in der Nähe der Praxisklinik buchen (gerne sind wir Ihnen dabei behilflich!) ein paar Tage Ruhe nach der Operation einplanen, ggf. Urlaub beantragen Zigarettenkonsum reduzieren, um Durchblutung und spätere Wundheilung zu verbessern ggf. operationsbegleitende Diät fortsetzen DAS SOLLTEN SIE AM OPERATIONSTAG NICHT VERGESSEN: Sie sollten nüchtern sein, dürfen keinen Alkohol zu sich nehmen und auf gar keinen Fall vor oder nach der Operation rauchen! Untersuchungsbefunde (kleines Blutbild, PPT, Quick-Wert, Leberwerte und befundetes EKG) unterschriebene Einwilligungserklärung unterschriebene Kenntnisnahme der Behandlungskosten (Kostenzusage) Liste der Medikamente, die Sie einnehmen bzw. in der Woche vor der OP eingenommen haben weite, legere und am besten dunkle Kleidung, die auch verschmutzen darf und gut auswaschbar ist schwarzer Slip für die OP (z. B. von "Sloggy"), der sich im Hüftbereich gut hochziehen lässt ausreichend Getränke für die Zeit nach der OP (Obstsäfte, Mineralwasser, Limonade oder Kräutertee) wasserundurchlässige Bettunterlage für die Nacht nach der OP Ihre Kompressionshose (Sie brauchen das Mieder zwar erst am Tag nach der OP - aber besser, Sie haben es schon jetzt dabei!) DARAN SOLLTEN SIE IN DER ZEIT NACH DER OPERATION DENKEN: Tragen Sie die Kompressionshose mindestens einen Monat lang über Tag und Nacht! Anschließend ist es ratsam und oft auch angenehm, die Hose weitere zwei bis drei Monate zu tragen. Ziehen Sie Ihre Kompressionshose maximal zur Reinigung aus! Der Behandlungserfolg ist entscheidend davon abhängig, dass Sie möglichst lange Kompression auf die operierten Areale ausüben - also möglichst 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. In der 1. Woche nach der OP: a) tägliche Thrombose-Präventionsspritzen b) Antibiotikum zum Schutz vor Infektionen TIPP: Die Checkliste heraustrennen und an einem für Sie gut sichtbaren, stets griffbereiten Ort deponieren. Organisatorisches - Checkliste

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IHRE FRAGEN und Gedanken Raum für Ihre Fragen & Gedanken. RAUM FÜR

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WIR BEWEISEN TEAMGEIST spektrum ab - als eine der wenigen (Praxis-) Kliniken Deutschlands bietet die Praxisklinik am Flüsschen die operative Behandlung von Lipödemen und sekundären Lymphödemen. Aufgrund der angebotenen hohen medizinischen Qualität und innovativen Behandlungsmethoden ist die Praxisklinik Wir freuen uns auf Sie! am Flüsschen ausgewiesenes VenenKompetenz-Zentrum und zertifizierter Phlebologicum®-Partner und gehört damit einem bundesweiten Netzwerk von Praxen, Zentren und Kliniken mit dem Behandlungsschwerpunkt phlebologischer Operationen an. EIN STARKES TEAM FÜR IHRE GESUNDHEIT Die Praxisklinik am Flüsschen bietet neben dem kompletten chirurgischen Leistungsspektrum eine Spezialisierung auf ambulante Gefäßchirurgie und Phlebologie (Venenheilkunde) sowie auf Bruchoperationen (Leisten-, Nabel-, Narben- und Bauchdeckenbruch). Konservative und operative lymphologische Behandlungen runden das Leistungs- Ein starkes Team (von l. n. r.): Julia Schneider, Jutta Berndt, Nadine Nies, Tanja Klein, Lisa Robes, Claudia Roth, Bianca Sander, Bärbel Klappert, Karin Felten, Ulrike Schäfer, Dr. med. Claudia Sickelmann, Karl-Heinz Brambach, Dr. med. Anke Nölling, Dr. med. Karl-Hermann Klein.

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Am Flüsschen 12 // 57299 Burbach Telefon 02736 5995 // Telefax 02736 446944 info@praxisklinik-burbach.de Dr. med. Karl-Hermann Klein Facharzt für Chirurgie, Phlebologie, Chirotherapie und manuelle Therapie, H-Arzt zur Behandlung von Arbeitsunfällen 1. Auflage, Februar 2012 Realisierung: www.dievirtuellecouch.net Dr. med. Anke Nölling Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie, H-Ärztin zur Behandlung von Arbeitsunfällen Dr. med. Claudia Sickelmann Fachärztin für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Notfallmedizin www.praxisklinik-burbach.de